gesunde Haut

Linderung von Neurodermitis: Basispflege und Ekzeme behandeln

Neurodermitis kann man nicht heilen, aber man kann der Haut helfen mit den Ekzemen klarzukommen. Hier gibt es Lotion, Creme und Salbe. Erstere ist sehr wasserhaltig und damit vor allem für normale Haut geeignet. Die Creme ist fettreicher und für normale und leicht trockene Haut geeignet. Für sehr trockene Haut benötigt man eine Salbe, die über einen sehr hohen Fettgehalt verfügt.

In der Apotheke kann man sich zum Beispiel ungentum emulsificans aquosum abfüllen lassen. Sie enthält keinen Wirkstoff, sondern versorgt die Haut einfach mit Feuchtigkeit. Wir haben damit gute Erfahrungen gemacht und cremen damit zweimal am Tag. Das gute ist: Wenn man doch mal einen Wirkstoff möchte, kann man ihn sich leicht einmischen lassen und muss nicht wieder neu auf die Suche nach der geeigneten Creme gehen. Alternativ benutze ich auch gerne Dr. Hauschka Mittagsblume. Sie lässt sich sehr leicht auftragen, hat einen angenehmen Geruch und wirbt mit dem Wirkstoff „Mittagsblume“. Dr. Hauschka benutz keine künstlichen Zusatzstoffe und ist für meinen Sohn gut verträglich. Auch mit der Basiscreme von Eucerin „Atopic Control“ bin ich sehr zufrieden. Auch sie soll helfen, die Hautbalance zu schützen. Enthalten ist allerdings flüssiges Paraffinöl. Auch sehr gut: Bioderma Atoderm Intensive Baume. Auch sie ist gut rückfettend und daher für die Dauerpflege geeignet. Vor allem, wenn die Haut etwas rissig wird, benutzen wir diese Pflege mit einem höheren Fettgehalt gerne. Die Pflege von Eau Thermale Avéne macht sich die Zusammensetzung von Thermalwasser zu nutze. Auch das haben wir sehr gerne. Jede Creme fühlt sich etwas anders an – jeder muss seinen Liebling selbst finden.

Behandlung der Ekzeme

Was die Ekzeme angeht können wir in unserem Fall zwei Arten beobachten: extrem trockene Verhärtungen und nässende Stellen. An die trockenen Stellen gehen wir mit einer sehr fetthaltigen Salbe. Dr. Hauschka Pulsatilla ist sehr gut, auch die Euterpflege von HAKA kann ich empfehlen. Auch als ergänzende Basispflege. Bei älteren Kindern ist wohl auch eine Creme mit Urea sinnvoll. Mein Sohn hat darauf schlecht reagiert. Die Ekzeme wurden schlimmer statt besser. Aber er ist für Harnstoff auch eigentlich noch zu jung.

Nässenden Stellen sollte man möglichst fettfrei begegnen. Ich mache dafür feuchte Umschläge mit abgekühltem schwarzen Tee (wegen der Gerbstoffe) oder um Entzündungen vorzubeugen mit Umschlägen mit Kaliumpermanganatlösung. Nach den Umschlägen creme ich die Haut mit einer ganz zarten Pflegelotion ein. Fettige Salben perlen einfach ab und nützen gar nichts. In der Apotheke kann man sich da was zusammenmischen lassen. Ich habe sehr gute Erfahrungen mit einer Basislotion mit Triclosan gemacht. Das desinfiziert gleich ein bisschen. Sind wir unterwegs und ein Schub kommt, habe ich immer ein Fläschchen Thermalwasser (Eau Thermale) von La Roche-Posay oder Avéne dabei. Es kühlt und lindert den Juckreiz. Allerdings ist es auch unbedingt notwendig, dass die Haut gut gepflegt wird, wenn es getrocknet ist, damit sie nicht austrocknet.

Für Schübe, die in der Nacht kommen, habe ich immer ein Fläschchen Fenistil neben dem Bett stehen. Das beruhigt den Juckreiz, wenn nichts anderes geholfen hat.

Wundheilung der Ekzeme

Auch eine Mischpaste mit Zinkoxyd hat uns gute Dienste geleistet. Zinkoxyd fördert die Wundheilung. In der Kurklinik auf Borkum ist mein Sohn mit einer Mischpaste mit Zinkoxyd und Ichtyol – einer so genannten „Stinkepaste“ behandelt worden. Das Ergebnis war für mich persönlich beeindruckend. Das ganze riecht aber extrem unangenehm. Salben oder Lotionen mit Dexpanthenol sollten ebenfalls erst verwendet werden, wenn die Wunde nicht mehr nässt.

Badewasser: 

Wir machen Salz ins Badewasser und je nach derzeitigem Hautzustand Öl – Nachtkerzenöl oder Neuroderma Mandelölbad – oder Kaliumpermanganat zur Desinfektion. Und nach dem Bad natürlich: cremen, cremen, cremen!

Habt Ihr noch Ergänzungen? Gerne her damit und ich nehme sie in die Liste mit auf:-)

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