entspannter Babyalltag Babyzeit

Babyzeit entspannt genießen – die besten Tipps für den Alltag

Ein entspannt schlummerndes Baby, ein stolzer Papa und eine glückliche, erfüllte Mama – so

stellen wir uns die Babyzeit vor. Viele junge Eltern fallen nach der Geburt in ein Loch: Sie sind enttäuscht und gestresst. Dabei kann man sich den Babyalltag mit ein paar kleinen Tricks viel, viel schöner machen. Hier kommen meine Erfahrungen:

1. Mitgefühl statt Selbstmitleid

Wenn das Kleine nachts schreit, ist es auch eine Frage der Einstellung wie wir reagieren. Wer sich selbst als Opfer sieht und fühlt, dass das Kind ihm den Schlaf raubt, wird unglücklicher sein, als jemand der das Baby als das erkennt, was es ist: Ein kleiner Mensch, der weint, weil irgendetwas nicht passt. Vielleicht kann es nicht einschlafen, hat Durst, es ist ihm zu warm oder zu kalt, vielleicht ist einfach traurig, weil es nicht mehr im schönen warmen Bauch von Mama sein kann. Unsere Aufgabe als Eltern ist zu trösten, beizustehen und wenn möglich zu helfen. Daher gilt: Viel beobachten, sich in das Baby hineinfühlen. Ein strahlendes Lächeln oder ein zufrieden einschlafendes Baby als Belohnung setzen auch bei Mama und Papa Glücksgefühle frei.

2. Eigene Bedürfnisse ernst nehmen

Mama und Papa sein, ist eine neue Erfahrung und ein Fulltimejob. Nichtsdestotrotz dürfen Eltern auch noch ein Leben neben dem Eltern-Sein haben. Eines, in dem es mal um andere Themen geht, als um Windel-wechseln und Impfungen. Der eine geht gerne zum Sport, der andere mit Freunden ins Kino, ein anderer geht gerne auf Parties. Alles davon jeden Tag zu machen ist natürlich mit Baby nicht mehr möglich. Was aber unbedingt geht, ist dass man sich überlegt, was man gerne tut und das in zeitlich für alle Familienmitglieder passenden Dosen auch umsetzt. Auch wenn die meisten Mütter abends sicher nichts lieber wollen, als ins Bett zu fallen: Sich doch noch zum Zumba-Kurs zu quälen kann auf Dauer Wunder wirken. Denn niemand kommt vom Sport nach Hause und bereut die körperliche Aktivität. Den Austausch mit Erwachsenen gibt es dazu obendrauf.

3. ehrlich sein

Kinder zu erziehen geht an die Substanz vor allem während der Babyzeit. Plötzlich sind wir Eltern – ohne Netz und doppelten Boden. Das ist anstrengend, oft sind wir enttäuscht. Wir lernen uns als Eltern auch selbst erst richtig kennen. Das eigene Verhalten und auch die eigenen Gefühle können einen da ganz schön erschrecken. Mit dem Partner, mit anderen Eltern, aber auch mit den eigenen Eltern oder anderen Vertrauenspersonen über die eigenen Gedanken zu sprechen, ist sehr heilsam. Und das Beste daran ist: Man merkt, dass man nicht allein ist.

4. nicht zu viel vornehmen

Um neun mit der Freundin zum Kaffeetrinken, vorher noch die Sporteinheit. Haushalt, Kochen, Nachmittags zum Geburtstag, das Baby immer im Schlepptau und abends soll das liebe Kleine brav um sieben Uhr ins Bett, damit der romantische Abend mit dem Liebsten noch ein voller Erfolg wird. Seien wir ehrlich: Selbst bei immer gut gelaunten, absolut stressresistenten Mamas klappt das nicht. Das Baby schläft nicht dann, wenn wir es uns einbilden, hat mitten in Mamas Sporteinheit Hunger, quengelt, wenn Mama oder Papa sich unterhalten wollen und schläft, wenn Oma doch endlich Zeit mit ihrem Enkel verbringen will. Stress und Ärger ist vorprogrammiert und der überträgt sich aufs Kind. Je unzufriedener und hektischer Mama wird, umso unzufriedener wird auch das Baby. Einfacher ist es, genügend Puffer einzuplanen, Haushalt und Einkaufen dann zu erledigen, wenn es für das Kind passt und den Mut aufzubringen, Verabredungen auch mal kurzfristig zu verschieben.

5. nicht zu wenig vornehmen

Ein Kind zu haben ist anstrengend, da liegt es doch nahe, sich gar nichts vorzunehmen. Diesen Fehler machen viele in der Babyzeit. Doch auch das kann schnell nach hinten losgehen. Ich saß nicht nur einmal mit einem selig schlafenden Kind morgens um 10 Uhr in der Wohnung und habe alle 10 Minuten auf die Uhr gesehen. Die Zeit schien einfach nicht weiterzugehen. Mir war todlangweilig. Dann ist es Zeit für einen Besuch bei Oma, einem spontanen Kaffeebesuch oder ähnlichem. Ein Termin pro Tag ist für viele eine passende Dosis. Dazu noch eine flexible Aufgabe, etwas im Haushalt, Büroarbeit, ein wichtiger Anruf oder ähnliches. Wer sich konkrete Ziele für den Tag setzt, die auch eingehalten werden können, der ist am Ende garantiert ausgeglichener. Man weiß, was man getan hat. Am Besten hakt man seine Aufgaben abends noch mit einem dicken roten Stift ab.

6. Erwartungen runterschrauben

Eine glückliche Familie mit einem glucksenden Baby, die sich Sonntag morgen zusammen ins Bett kuschelt. Siehst Du das Bild vor Dir? Das ist Fantasie. Die Realität ist oft, dass einer der Eltern mit dem schreienden Baby ab 5 Uhr morgens auf der Couch sitzt. Man zickt sich an. Die Paarbeziehung bleibt oft auf der Strecke. Grund sind falsche Vorstellungen davon, wie es mit Kind wird.  Wer sich über ein kleines Lächeln, einen entspannten Sonntagsausflug mit dem Kinderwagen oder einen Entwicklungsfortschritt freut statt sich zu ärgern, dass mit Kindern eben nicht alles besser geworden ist, der hat gewonnen.

7. sich bewusst machen, dass die Babyzeit nur eine Phase ist

Babys schreien oft viele Stunden am Tag, es ist nicht selten undankbar sich um sie zu kümmern. Aber versuchen wir die Sache von der anderen Seite zu sehen: Man kann nur ernten, was man sät. Je mehr Zeit und Liebe wir in unser Kind investieren, umso mehr werden wir später zurück bekommen. Und am Ende stimmt es auch, was Omas aus der Nachbarschaft immer wieder sagen: Die Kinder werden so schnell groß. Wir sollten die Vorzüge jedes Alters genießen, statt die negativen Seiten zu sehen.

8. entspannt Euch und genießt!

Wenn ein Baby lacht, lacht die ganze Welt mit. So lange das Baby gut drauf ist, solltest Du versuchen, so viel Zeit wie möglich darauf zu verwenden, Dich mit ihm zu beschäftigen. Ein glucksendes glückliches Baby macht auch Mama und Papa glücklich. Wer sich nur mit dem Kind beschäftigt, wenn es weint oder zumindest quengelig ist, der wird nachvollziehbarer Weise den Eindruck bekommen, das Kind befinde sich meistens in diesem Zustand. Doch schau genau hin: Das Kleine ist oft auch gut drauf. Nutz diese Zeiten. An diese wunderbaren Momente wirst Du Dich ein Leben lang erinnern. Meine schönsten Momente mit den Kindern findest Du übrigens hier. Du wirst überrascht sein, auf was es mir im nachhinein in diesem Jahr besonders ankam. 🙂

Auf eine fröhliche und entspannte Babyzeit!

Und wenn Du lesen willst, wie Du zu einem gelasseneren Erziehungsstil kommen kannst, wenn die Kinder schon älter sind, dann schau doch mal hier vorbei: Weniger genervt.
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