12von12

12von12 im April – von Kindheitserinnerungen und Ekel

Auf Einladung von draußen nur Kännchen gibt es auch in diesem Monat die 12von12. Heute schaut ihr ins chaotische Leben der Katharina M.

Der chaotische Morgen in #12von12

Los ging´s heute damit, dass ich (wiedermal) nichts zum Anziehen im Schrank hatte. Zumindest nichts, was annähernd zusammengepasst hätte. Sechs Wäschekörbe mit gewaschener, aber leider nicht einsortierter Wäsche stehen im Schlafzimmer. Es ist ein Drama. Und so hab ich heute morgen noch in Unterwäsche auf der Bettkante gesessen und Wäsche zusammengelegt – so lange, bis ich meine gesamte Garderobe zusammen hatte. Jetzt sind immerhin nur noch fünf Wäschekörbe dort.

 

Letzte Nacht hat mein Sohn gebrochen. Heimlich still und leise – ich hab es erst heute morgen gemerkt. Weil er am Vortag im Kindergarten heftig gestürzt war, bin ich zur Sicherheit mit ihm zum Arzt gefahren, Gehirnerschütterung ausschließen und so. Die Fahrt ist mit einer dreiviertel Stunde recht lang und daher habe ich meine Mutter mitgenommen. Zum Glück, denn auf der Fahrt ging die Kotzerei weiter. Ich will Euch die Einzelheiten ersparen. Ihr kriegt auch kein Foto davon – keine Angst. Nur dieses hier: Unser Vorrat an Feuchttüchern und Kleidung wurde auf der Fahrt aufgebraucht. Vielleicht hätte ich ein Foto von dem weltbesten Kinderarzt machen sollen? Ich gebs zu: Ich hab nicht dran gedacht. Ich war wegen Gehirnerschütterung und weinendem Kind zu sehr nicht bei den 12von12. Vielleicht beim nächsten Mal.

Kennst Du die Mogli Bio Brezel-Schlangen? Mir schmecken sie gut. Der Bub hat sie verschmäht, ich dachte, wenn man krank ist, sind die schonend zum Bauch, aber er wollte Quark – puren weißen Quark. Das sind Diskussionen mit einem kranken Kind, die braucht es unbedingt.

 

 

Das wunderbare Tochterkind

Auf der Mauer, auf der Lauer hüpft die Florentine. Und dann sind wir beim Bäcker vorbeigelaufen und Florentine war überrascht, dass geschlossen war. Ich hab ihr also erklärt, dass Mittwochnachmittag die Geschäfte auf dem Dorf nun mal zu sind. “Ach wir wohnen in einem Dorf?!” hat sie mich entsetzt gefragt. Äh, ja. Kasendorf schrammt nur ganz knapp an der Bezeichnung “Metropole” vorbei.

 

Zu Hause angekommen, hat mir Florentine diesen hübschen Osterstrauß gepflückt und mich damit sogar ums Rasen mähen gebracht. Wunderbar. Man muss die Kinder nur auf Unkraut abrichten:-D

 

 

Und das wollen mal unsere Tomatenpflanzen werden. Die dürfen noch ein bisschen wachsen.

 

 

 

Nachmittags haben wir uns ein Eis gezaubert. Aus gefrorenen Himbeeren und Joghurt – ganz zuckerfrei und ohne Vorbereitung. Einfach alles in den Mixer und fertig!

 

 

 

Kleine Geschenke zur Osterzeit sind doch einfach wunderschön. Danke in diesem Fall an Emily

 

 

 

Kindheitsgrübeleien und Missverständnisse

Jeden Abend wenn ich Till ins Bett bringe und ihm sein Gute Nacht Lied vorsinge, muss ich an meine Großmutter denken. Ich hab nicht besonders häufig bei ihr übernachtet, aber wenn, dann hat sie mir “guten Abend, gut Nacht, mit Rosen bedacht, mit Nelklein besteckt, schlupf unter die Deck….” vorgesungen. Und ich hab immer gedacht, es ginge um Nägel und weil sie sehr religiös war, bin ich davon ausgegangen, dass es etwas mit Jesus und dem Kreuz zu tun hat. Jahrelang hab ich drüber nachgedacht, wie fies es ist, wenn jemand Nägel im Bett hat. Aber ich dachte auch Halleluja würde Hallo Julia bedeuten (meine Schwester heißt Julia und das hätte irgendwie gepasst). Und “all Fed hat nun ein Ende” – da denkt mache einer der Nachbar Alfred wäre gestorben. Aber das ist eine andere Geschichte – hast Du auch als Kind irgendwelche Sachen völlig falsch verstanden? Bitte sag mir, dass ich nicht die einzige bin!

Und da geht ein Stück Familiengeschichte dahin. Meine Eltern und Großeltern sind Töpfer und eine zeitlang wurden in der Werkstatt Minis quasi am laufenden Band produziert. Jedes einzeln gedreht und glasiert und bemalt. Das war mal ein echter Trend. Heute sind nicht mehr viele davon übrig. Drei Stück hatte ich noch. Jetzt sind es nur noch zwei. Till hat die Tür aus Wut so fest zugehauen, dass das Krüglein aus dem Regal gefallen ist. Übrigens sind die Minis die einzige “Hinstellscheiße” die ich habe, denn Dekokram ist überhaupt nicht mein Ding.

Mein Abend – erst das Vergnügen, dann die Arbeit:-)

Am Abend konnten wir noch ein bisschen Mädchenzeit genießen. Das versuchen wir jeden Abend durchzuhalten. Die großen Geschwister kommen ja sonst leicht zu kurz.

 

 

 

Wie meine Küche aussieht, den Anblick erspar ich Dir besser. Ich kann mich jetzt nicht drum kümmern. Ich bastel heute Abend an meinem neuen Blog und dann hab ich noch zwei Artikel zu schreiben und einen Shop zu bestücken und und und. Aber ich mach das einfach eins nach dem anderen. Das ist mein Abend – und ein Teil von meiner Nacht und der morgigen. Denn Till wird morgen auch noch zu Hause bleiben. Der arme Kerl.

 

Das war mein Tag. Und was hast Du heute so gemacht?

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7 Gedanken zu “12von12 im April – von Kindheitserinnerungen und Ekel

  1. Ich wurde in meiner Kindheit auch immer mit Näglein bedeckt und hatte dabei immer die rostigen Nägel in der alten Tabakdose vor Augen.
    Uns ist früher aber wirklich nicht viel erklärt worden … 😉
    LG
    Sabienes

  2. ohoh … klingt böse. Hoffentlich ist alles wieder gut. Gute Besserung. Und natürlich geht das Kind vor und das Handy bleibt ohne Foto in der Tasche. Ist ja klar. Euch noch schöne Ostertage.
    Liebe Grüße Anke

  3. Hallo, ich bin die Schwester von Barbara Grelich und kenne daher auch deinen Schwiegervater, und wenn er deine Artikel ‘liked’ bekomme ich sie auch. Also ich musste über vieles sehr herzlich lachen 😂! Mein Vater verstand als Kind bei Stille Nacht an der Stelle ,Gottes Sohn, oh wie lacht’…immer ,Owi lacht’! Ein Klassiker ist ja auch bei ‘Der Mond ist aufgegangen’ an der Stelle ‘der weiße Nebel wunderbar’ : “der weiße Neger Wumbaba”.😂😂😂
    Hinstellscheiße nennt eine Freundin von mir Stehrumchens. Oder etwas weniger liebevoll Staubfänger…beides darf man ihr unter Androhung von Freundschaftskündigung NICHT schenken.
    Vielen Dank für die kurzweilige Lektüre, und gute Besserung für den Kleinen.

    • Das ist ja schön! Ich schätze Barbara sehr. Meinen Schwiegervater natürlich ohnehin.
      Stimmt, diese Verhörer sind auch echte Klassiker.
      Stehrumchens find ich ein tolles Wort. Ich versuch es zu übernehmen. Hinstellscheiße klingt ja schon sehr abwertend. Ich handhabe das nur nach der Devise: Was nicht rumsteht, muss nicht geputzt werden. Und daher kommt mir dieser Kram nicht ins Haus.
      Viele GRüße und bis bald!
      Katharina

  4. Oh weh, das mit Deinem Süßen ist ja arg. War es denn eine Gehirnerschütterung oder doch ein Virus? Ich drück jedenfalls die Daumen, dass bald alles gut ist! Allerdings – dass *er* der weltbeste Kinderarzt ist, da geb ich Dir nicht Recht ;-9, Liebe Grüße!

    • Ein Infekt. Alles halb so wild. Der Schreck war halt groß. Ja, ich weiß, die Meinungen gehen auseinander. Aber uns tut er gut. Ein Glück gibt es Auswahl😀😉

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