Duden Weltenfänger: Meine total verrückte Zahlenkiste Wörterkiste – Rezension

Zahlen und Buchstaben lernen ist tatsächlich gar nicht so einfach. Das merkt man spätestens dann wenn man einen Erstklässler auf seinem Weg begleitet. Wir Eltern können die Kinder unterstützen. Und zwar nicht indem wir mit ihnen stumpf irgendetwas pauken, sondern indem wir ihnen eröffnen, dass Zahlen und Buchstaben zu ihrem Leben dazugehören. Mit den Produkten von DUDEN gelingt ein spielerischer, kreativer Zugang zu dieser neuen Welt – abseits der Lernerfahrungen aus der Schule. Wir haben einige Produkte getestet. Einiges können wir empfehlen. Manches andere würden wir persönlich nicht mehr kaufen.

DUDEN Weltenfänger

Die Weltenfänger-Reihe bietet einen spielerischen Zugang zu Buchstaben und Zahlen. Dazu gibt es zwei Spiele: Die total verrückte Zahlenkiste und die total verrückte Wörterkiste. Beides sind jeweils Basis-Sets, die dann mit verschiedenen Erweiterungen kombiniert werden können. Zusätzlich zu den Spielen gibt es auch mehrere Hefte, die die Welt der Zahlen und Buchstaben erlebbar machen.

Meine Tochter hat beim Spielen tatsächlich kaum das Gefühl wir würden hier “schon wieder Schulkram” machen. Vor allem die Hefte sind abwechslungsreich, kreativ und immer wieder überraschend. Nichts zu sehen von den immer gleichen Aufgaben, Rechenhäusern und Umkehrübungen, die sich sonst in solchen Heften finden. Die Weltenfänger bieten einen für uns völlig neuen Zugang.

Meine total verrückte Zahlenkiste

Die Zahlenkiste enthält im Deckel eine Magnettafel. Zum Anheften an die Tafel gibt es Magnete mit Zahlen von 1 bis 20. Zusätzlich sind 40 Magnetpunkte enthalten mit denen die Zahlen dargestellt werden können sowie mehrere Rechenzeichen. Außerdem gibt es Karten auf denen Zahlen aufgedruckt sind, einen Spielblock und eine Anleitung. Ich habe die Zahlenkiste am Anfang überhaupt nicht verstanden, denn in der Anleitung steht, dass der eine Spieler die Aufgabe vorlesen soll, der zweite Spieler soll die Aufgabe an die Magnettafel heften. Auf den Karten sind aber gar keine Aufgaben. Vermutlich ist gemeint, dass der eine Spieler die Zahl vorlesen soll und der andere Spieler muss diese an die Wand heften. Für Kinder in der ersten Klasse sollte das aber wirklich selbstverständlich sein. Die Zahlenkiste macht daher aus meiner Sicht nur mit den Erweiterungen (jeweils knapp 5 Euro) Sinn. Die Erweiterungen bestehen aus Karten mit Rechenaufgaben.

Meine total verrückte Wörterkiste

Die total verrückte Wörterkiste hat im Deckel eine Magnettafel, die sich beim Öffnen aufstellt. In der Kiste befinden sich Buchstaben in Groß- und Kleinschreibung, Spielkarten mit aufgedruckten Worten, ein Spielblock und eine Anleitung. Während dem Spiel liest immer ein Spieler das Wort auf einer Spielkarte vor, der zweite Spieler muss es an die Tafel heften. Ist das Ergebnis richtig, so darf dieser Spieler das Wort auf seinen Spielblock eintragen. Schon in der Grundversion lässt sich dieses Spiel gut spielen. Erweiterungen sind hier aber ebenfalls vorhanden.

Wirklich Spaß macht das Spiel, wenn es zwei Kinder spielen, die beide am Anfang des Lesenlernens spielen. Spielt ein Erwachsener mit einem Kind, so erscheint es einem eben doch mehr wie ein Diktat. Dass die Wörter dabei nicht auf ein Blatt geschrieben, sondern auf die Magnettafel aufgebracht werden, verlangsamt das Spiel unnötig. Vor allem weil auch zwischen Groß- und Kleinschreibung unterschieden wird, dauert die Suche nach dem passenden Buchstaben im Zweifel recht lang.

Heute bin ich Lesemotte/Heute bin ich Zahlentüftler

Die beiden Hefte “Heute bin ich Lesemotte” und “Heute bin ich Zahlentüftler” finde ich super. Sie bieten einen völlig ungewohnten, unbeschwerten und kreativen Zugang zu den Zahlen und Buchstaben. Jede Seite ist völlig neu. Zahlen und Buchstaben werden unterschiedlich dargestellt und es gibt so viele verschiedene Spiele: Eine Schatzsuche, Suchspiele, Zuordnungsspiele und vieles mehr aus dem täglichen Leben und aus der Fantasie. Mit noch mehr immer gleichen Übungen wie vom Arbeitsblatt in der Schule brauch ich meiner Tochter nicht mehr kommen. Die Lesemotte/Zahlentüftler sind etwas völlig Anderes. Zahlen und Wörter kennen lernen ganz ohne Förderwahn und Nürnberger Trichter. Wir mögen das sehr.

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