Was ich als Mutter gut mache

Fünf Dinge, die ich als Mutter gut mache – Blogparade

Was ich als Mutter gut mache
Was ich als Mutter gut mache

Was ich alles nicht kann als Mutter, das fällt mir leicht zu schreiben. Wo ich versage, was ich gerne anders machen würde und ich wie gerne wäre, das weiß ich auch. Was ich gut mache, das weiß ich, wenn es um meine Arbeit geht vielleicht noch. Da ist es messbar. Wenn es um die Kinder geht, hält mich manchmal nur der Gedanke über Wasser, dass andere Kinder viel schlechtere Eltern haben – oder gar keine. Fünf Dinge, die ich als Mutter gut mache…. danke für die wundervolle Blogparade von “Von Herzen und bunt” die mich motiviert, mir meine Stärken bewusst zu machen. Also dann mal los……. grübel grübel grübel. Nichts passiert. Ich muss meine Sichtweise verändern… Ich gehe das Ganze mal von hinten an. Vielleicht sind ein paar der wunderbaren Eigenschaften meiner

Kinder ja auch auf meinen Einfluss zurückzuführen…..

1. Gelassenheit

Gestern erst passiert: Meine vierjährige Tochter ist laut und stört die abendliche Ins-Bett-geh-und-mit-Mama-kuschel-Zeit” ihres kleinen Bruders. Ich irgendwann so etwas zu laut: “Donnerwetter. Geh jetzt raus hier. Das nervt. Nimm doch endlich Rücksicht.. blablabla motzimotzimotzi”. Was macht meine wundervolle Tochter? Geht zur Tür. Dreht sich um und sagt – in ruhigem Tonfall: “Entschuldige Till, das war jetzt wirklich blöd von mir. Und Mama: Du kannst gerne schimpfen. Du hast Recht. Aber bitte motz mich nicht so an. Du kannst ruhig und leise mit mir sprechen. Ich kann Dich auch so hören.” Ich bin den Tränen nahe. So gerührt bin ich. Ich glaube das hat sie von mir gelernt. Wenn sie einen ihrer berüchtigten Wutanfälle hat setz ich mich auch ruhig zu ihr und sage, dass es nicht nötig ist, zu schreien. Dass ich sie verstehen, dass man auch mal sauer sein darf, aber dass wir uns gegenseitig nicht verletzen dürfen. Weder mit Worten noch mit Taten.

2. Seine Gefühle verbalisieren

Das versuche ich meinen Kindern beizubringen. Nichts hinunterschlucken, sondern ehrlich über alles sprechen können. Gefühle zulassen und damit ernst genommen werden. Das ist mir wichtig. Dazu gehört auch, dass ich meine Kinder nicht ohne Beistand schreien lasse. Ich tröste und begleite sie liebevoll. Auch wenn ich manchmal nicht helfen kann. Das ist anstrengend, aber in der Summe auch gut. Ich will meine Kinder nie mit ihrem Schmerz alleine lassen.

3. zu Leistung anspornen – das kann ich gut

Ich setze Lob sparsam ein und ich glaube, meine Kinder profitieren davon. Wenn meine Tochter malt und danach meine Meinung will, dann sage ich sie ihr. Ich bewerte dabei weniger das Ergebnis, sondern den Prozess. Positiv äußere ich mich nur, wenn ich es auch meine. Sind es nur Kritzeleien, dann sage ich das auch. Ich sage niemals “schön” oder “toll”. Neulich bringt sie ein Bild an und sagt das sei unsere Familie. Und ich habe ehrlich geantwortet: “Du hast ja Papa gar keine Haare gemalt – super beobachtet und Till ist klein und Mama ist groß. Und Du hast ein Pferd in der Hand, weil Du ja Pferde liebst. Wow, das finde ich wirklich stark, wie Du das alles umgesetzt hast.”  Ehrlich gemeintes Lob, das Kinder motiviert, ich glaube, dass ich da ein gutes Gespür habe.

4. Den Kindern vieles ermöglichen

Theater, Konzerte, Wanderungen, Kletterhalle, Zugfahrten. Meine Tochter hat mit vier Jahren schon mehr erlebt, als andere Kinder, die doppelt so alt sind. Mir ist es wichtig, meinen Kindern die Welt zu zeigen – und damit meine ich nicht, die Hotels in aller Welt, sondern die Vielfalt unserer Erde. Bei einer Zugfahrt durch Bayern lernst Du unter Umständen mehr über Dich und die Menschen allgemein als bei einer organisierten Weltreise. Sich zurechtzufinden in ungewohnten Situationen, kreative Lösungen zu erarbeiten, sich zu orientieren, Neues auszuprobieren, mit Angst und Unsicherheit zurechtzukommen – das versuche ich meinen Kindern beizubringen.

5. Ich versuche ein Vorbild zu sein

Natürlich denke ich manchmal ich bin eine Rabenmutter, wenn ich höre, wie andere Mütter Vormittage lang mit ihren Kleinkindern backen, sie trösten können und immer da sind. Wenn ein Notfall eintritt bin ich da, klar. Aber bis nach dem Mittagsschlaf des Kleinen sind beide Kinder in Kindergarten und Krippe. Jetzt fang ich doch noch von dem an, was ich schlecht mache. Nein, ich glaube in der Summe ist es gut, wie es ist. Ich zeige meinen Kindern, dass man nun mal arbeiten muss, damit man sich Sachen kaufen kann. Dass ich eigenständig bin und dass die Arbeit zum Leben dazugehört und auch Spaß macht. Ich traue ihnen zu, den Vormittag ohne Mama zu schaffen. Das tut ihnen in der Summe gut – davon bin ich überzeugt. Und mir auch. Das mach ich gut als Mama: Dass ich auch das mache, was mir gut tut und meine Bedürfnisse nicht immer hintenanstelle.

So, das waren meine fünf Dinge, die ich gut mache. Ich fühl mich schon ein bisschen größer:-) Schaut Euch auch noch gerne an, was einige BloggerkolleInnen gut machen. Bei  Von Herzen und Bunt findet Ihr die ganze Liste.

Foto: Nadine Schittenhelm www.nadine-schittenhelm.de
 (entstanden bei einem Kindergarten-Shooting 2015)

 

 

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