Gesunde Schule: Worauf Eltern von Schulkindern bei der Ernährung achten sollten

Bei Babys achten viele Eltern extrem auf gesunde Ernährung. Wir wissen genau wann welcher Brei und welche Nährstoffe gesund sind. Wenn die Kinder älter werden, lässt die Begeisterung für gesundes Essen häufig nach. Dann wird genascht und eigene Geschmäcker entwickeln sich. Doch auch dann ist es wichtig, gesund und ausgewogen zu essen. Wir als Eltern sollten unsere Kinder zum gesunden Essen zumindest animieren, zwingen wollen wir sie ja wohl kaum. Aber animieren können wir schon. Aber wozu eigentlich? Was heißt gesunde Ernährung bei Kindern genau? Was genau sollten unsere Kinder idealerweise essen? Die Ernährungsexperten von Healthyhappy.de geben Antworten:


Das Thema gesunde Ernährung für Schulkinder plagt sicher alle Eltern und mit all den guten Ratschlägen aus dem direkten Umfeld kann man sich schnell überfordert fühlen. Von Schwiegermutter bis zu den Müttern der Schulkameraden – man übertrumpft sich mit den besten Zutaten für eine ausgewogene Ernährung. Als Eltern wollen wir doch alle nur eins: dass unsere Kleinen gut versorgt den Schulalltag überstehen.

Es ist manchmal gar nicht so einfach, sicher durch die Informationsflut zu navigieren und die richtigen Zutaten für einen ausgewogenen Speiseplan zu finden. Die einen schwören auf ein Glas Milch am Morgen, andere verteufeln Milchprodukte allesamt. Wem soll man nun glauben?

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE)

Am sichersten orientiert man sich als Eltern bestimmt an der DGE. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung ist für uns der beste Kompass für die gesunde Ernährung Deines Schulkindes. Diese hat durchaus strenge Regeln. Sie besagen, dass eine ausgewogene, vollwertige und gesunde Ernährung für die geistige und körperliche Entwicklung unserer Kinder unerlässlich ist. Nur durch die Zufuhr aller wichtigen Nährstoffe, können sie gesund heranwachsen. Von veganer Ernährung wird hier zum Beispiel abgeraten, weil viele Eltern die Risiken und Gefahren einer solchen Ernährungsform nicht richtig einschätzen können.

Alle Ernährungsgruppen wie Eiweiß, Fett und Kohlenhydrate, sowie Mineralstoffe und Vitamine garantieren eine gesunde Entwicklung, wenn sie in optimalen Verhältnissen vorhanden sind. Was aber sind die absolut wichtigsten Bausteine für eine gesunde Ernährung?

Milch als Baustein einer gesunden Ernährung für Kinder

Ja, Milch ist gesund, sollte allerdings auch in Maßen genossen werden. Die DGE empfiehlt 200ml Milch pro Tag. So kannst Du zum Beispiel morgens ein leckeres Müsli zum Frühstück anbieten und in die Pausenbox einen Joghurt packen. Am besten natürlich ungesüßt!

So viel Obst und Gemüse brauchen Kinder

Du kennst das ja aus Deiner eigenen Kindheit sicher auch – Gemüse kommt auf den Teller und Deine Mutter hat sicher auch darauf bestanden, dass alles aufgegessen wird. Wir wurden mit Popeye gelockt und uns wurde versichert, dass uns Spinat stark machen würde. Drei Portionen Gemüse und zwei Portionen Obst am Tag sind wichtig für unsere Kinder. Eine Portion bedeutet dabei die Menge, die in eine Kinderhand passt. Obst kann man ebenfalls in die Pausenbox legen, für einen gesunden Snack in der kleinen Pause. Wenn Deine Kleinen das Beilagengemüse so gar nicht mögen, kannst Du experimentieren und es einmal mit einem Smoothie versuchen. Wenn Du zum Beispiel Beeren mit Spinat mischt, merken viele Kinder gar nicht, dass man ihnen das grüne Zeug untergejubelt hat.

Wieviel Wasser sollten Kinder trinken

Wasser ist wichtig und darf auf keinen Fall fehlen. Mit Wasser sind nicht Säfte oder gesüßte Tees, sondern tatsächlich reines Wasser gemeint. Ein Kind sollte mindestens vier, wenn nicht fünf Gläser Wasser täglich trinken.

Nudeln und Brot – gesunde Kohlenhydrate für eine gesunde Ernährung

Pro Tag sollte ein Kind mindestens vier Portionen Getreide zu sich nehmen um eine gesunde Ernährung zu garantieren. Am besten immer auf die vollwertigen Produkte zurückgreifen. Eine Portion entspricht übrigens ca. 30g Nudeln, oder einer halben Scheibe Vollkornbrot.

So viel Fleisch sollten Kinder essen

Bei der Auswahl von Fleisch solltest Deine Wahl vorwiegend auf Hühner und Rindfleisch fallen, da diese beiden das meiste Eisen und Vitamin B12 enthalten. Bioprodukte sind in der Regel besser als konventionell erzeugtes Fleisch. Fleisch sollte ca. 2-3 mal pro Woche in den Speiseplan aufgenommen werden. Vorsicht! Wurstwaren zählen nicht dazu, da sie meist zu viel Salz enthalten.

Ein Mal pro Woche Fisch

Eine Portion Fisch in der Woche ist ein Muss für die gesunde Ernährung der ganzen Familie. Lachsfilet und co. sind voll mit den für den Körper essentiellen Omega-3-Fettsäuren. Diese sind wichtig für die Bildung der Gehirnstruktur und da unser Körper sie nicht selbst produzieren kann, müssen wir darauf achten, sie in unsere Ernährung einzubauen.

Gesunde Fette

Beim Kochen sollte man sich auf die gesunden Öle berufen. Kokosöl ist großartig und auch Nuss- und Sesamöle sind gesund.

Gesunde Snacks

Nicht umsonst heißen Nüsse und Rosinen „Studentenfutter“. Die hochwertigen Öle in den Nüssen und die natürliche Süße aus den Rosinen sorgen für schnelle Energie, eine lange Sättigung und für eine gute Versorgung des Gehirns.


Danke an das Team von Healthyhappy für diesen Beitrag. Es ist gut zu wissen, was das Ideal wäre, allerdings seh ich es trotzdem locker. Ich hab es im Hinterkopf was die Kinder zuletzt gegessen haben und versuche natürlich ein bisschen zu steuern, aber in erster Linie ist für uns persönlich Essen Genuss. Kinder sollten lernen, dass Essen etwas Schönes ist und gesundes Essen auch schmeckt. Auf keinen Fall sollte Essen mit Zwang in Verbindung gebracht werden. Damit nicht so oft genascht wird, spreche ich persönlich selten Verbote aus. Ans Bald-Schulkind appelliere ich eher und erkläre. Und ich versuche, dass Süßigkeiten nicht dauernd vor der Nase sind. Wir haben keine Kekse in der Tasche und auch selten Pudding im Kühlschrank. Was nicht da ist, kann auch nicht gegessen werden. Klare und gemeinsam verfasste Absprachen im Vorfeld helfen uns.

Ich merke allerdings oft, dass ich gar nicht genug Gemüse anbiete. Die paar Gurken und Tomaten kann man jetzt nicht als kulinarische Vielfalt bezeichnen. Da will ich deutlich besser werden. Mag ein Kind nicht probieren oder probiert es nur kurz und mag es nicht, akzeptiere ich es. Sie sollen es ja nicht essen, um mir einen Gefallen zu tun, sondern weil sie es wollen.

Wie macht Ihr das zu Hause? Bietest Du genug Gemüse an? Dürfen die Kinder essen was sie wollen? Müssen sie probieren?

 

 

 

 

 

 

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