Nicht sehr konsequent – diese Erwachsenen

Ich möchte mit diesem Text niemandem ein schlechtes Gewissen machen. Dieser Text entspringt meiner Fantasie. Ich greife auf, was ich gefühlt und beobachtet habe. Der Text soll nicht anklagen, er soll nicht darstellen was wir für schlechte Eltern sind. Ich hoffe im Gegenteil: Er erinnert an Reflexion. So ist er gedacht. Viel Freude beim Lesen.

Konsequente Eltern – kindliche Gedanken

  • Sie wollen, dass wir selbständig werden und nehmen uns trotzdem dauernd alles ab.
  • Sie wollen, dass wir einfühlsame und mitfühlende Lebewesen werden, aber wenn wir hinfallen sagen sie: „Stell Dich nicht so an“ und „ist ja nix passiert!“
  • Erwachsene mögen es, wenn Menschen einzigartig sind und werden, und dann verlangen sie, dass wir uns dauernd anpassen.
  • Sie wollen, dass wir lernen gerne mit anderen zu teilen und dann zwingen sie uns dazu, unseren Lieblingsbagger einem anderen Kind zu geben.
  • Wir sollen lernen unsere Gefühle zu kontrollieren, aber sie erlauben uns nicht Gefühle zuzulassen.
  • Sie wollen, dass wir lernen Entscheidungen zu treffen, aber wir dürfen kaum unsere Kleidung selbst auszusuchen.
  • Sie wollen, dass wir uns in der Schule einmal gut und lange konzentrieren können, aber sie unterbrechen uns in den schönsten Spielen, weil unsere Versunkenheit gerade nicht in ihren Tagesablauf passt.
  • Erwachsene wollen, dass wir schwächere Kinder integrieren und niemanden ausschließen. Aber unterstützen sie sich eigentlich gegenseitig?
  • Wir sollen eine gesunde Beziehung zum Essen aufbauen und dann zwingen sie uns dazu Erbsen oder Spinat zu essen, wenn wir grade keine Lust darauf haben.
  • Sie wollen, dass wir lesen statt fern zu sehen – und dabei liegen sie selbst abends auch am liebsten vor der Glotze.
  • Sie wollen, dass wir lernen mit Geld umzugehen und dann verbieten sie uns Sachen zu kaufen, nur weil sie sie für sinnlos halten.
  • Wir sollen brav „bitte“ und „danke“ sagen, auch wenn Mama das nie zu Papa sagt.
  • Sie wollen, dass wir uns sicher fühlen und dann kommen sie nicht, wenn wir sie nachts rufen. Oder:
  • Sie nehmen unsere Bedürfnisse ernst, aber stellen dabei ihre eigenen hinten an.
  • Wir sollen glücklich werden und dabei fragt uns niemand, was uns glücklich macht.
  • Sie verlangen, dass wir nicht beißen oder hauen, dabei können wir uns noch gar nicht anders mitteilen.
  • Sie verurteilen uns, wenn wir eifersüchtig sind, anstatt uns zu bestärken.
  • Erwachsene sagen: „Du bist gut, so wie Du bist“ und mäkeln dabei ständig an sich selbst herum.
  • Sie sagen, dass Jungs und Mädchen gleich viel wert sind und gleiche Rechte haben. Und dann teilen sie trotzdem ein in „Mädchensachen“ und „Jungssachen“.
  • Erwachsene wollen, dass wir sie verstehen, dabei versuchen sie nicht einmal uns zu verstehen.

Nicht sehr konsequent – diese Erwachsenen

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nicht sehr konsequent diese Erwachsenen Kolumne Gedanken Mama . Erwachsene sagen immer das eine und meinen etwas anderes - ein nachdenklich machender Text

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