Schlaf gut, Baby – Blogparade

Das Thema “Schlaf” ist eines, das alle Eltern gleichermaßen bewegt. Durchschlafen von Anfang an – davon träumen viele. Die Realität sieht anders aus. In der Regel dauert es viele Monate, manchmal auch Jahre bis die Kinder richtig durchschlafen. Doch erzwingen lässt sich nichts. Das zumindest ist meine Erfahrung. Leider werden auch heute noch in vielen Familien Zwang und Medikamente eingesetzt, um das Durchschlafen zu fördern. Dass es auch anders geht, das soll diese Blogparade beweisen. Ich erzähl Euch also, wie unser Weg zu einer guten Nacht und einem entspannten Schlaf für uns alle war – was geholfen hat und was nicht und ich hoffe, einige Bloggerkolleg(inn)en machen mit und erzählen auch von ihren Wegen. Habt Ihr Tipps oder Tricks? So entsteht am Ende der #Blogparade hoffentlich ein schöner Querschnitt und ein spannendes Gesamtbild.

Hier unser Schlafprotokoll:

Wenige Tage nach der Geburt:

Unser Sohn ist nachts ungefähr alle zwei Stunden wach. Manchmal meldet er sich nach einer Stunde, manchmal – aber selten – schafft er es drei Stunden. Von der Vorstellung er könne allein in seinem Bettchen schlafen, haben wir uns schnell verabschiedet. Wir hatten extra eine Beistellbettchen angeschafft, weil wir von unserer großen Tochter schon wussten, dass  man mit Kindern am Besten fährt, wenn man sich das Leben so einfach wie möglich macht. Und auf dem Rücken sollte er schlafen – klar. Doch schon in der ersten Nacht musste ich einsehen: Nur bei Mama und Papa schläft es sich richtig schön. Und auf dem Rücken liegen? Höchstens fünf Minuten. Wir haben es wenigstens versucht. Eine nicht repräsentative Umfrage unter Freunden hat ergeben, dass dieses Schlafverhalten auf fast alle dieser Babys zutrifft. Auch wenn wenige es so richtig öffentlich zugeben wollen: Fast alle lassen ihre Babys auf dem Bauch schlafen, auch wenn es nicht die empfohlene Stellung ist. Und die meisten dazu noch im Elternbett.

Drei Wochen:

Wer weiß, ob es Bauchweh ist, Weltschmerz oder Langeweile. Mehrere Nächte hintereinander brüllt das Kind wie am Spieß. Manchmal zwei Stunden lang. Lageveränderungen helfen. Der Kleine tut mir unheimlich leid.  Und ich mir auch ein bisschen.

Sechs Wochen:

In den ersten Wochen war zwischen Tag und Nacht kaum ein Unterschied zu spüren. An den Nächten hat sich noch immer nichts geändert. Vier bis fünfmal die Nacht hat Till Hunger oder braucht zumindest eine Extraportion Zuwendung. Tagsüber hat er nun ausgedehnte Wachphasen.

Acht Wochen:

Nun schläft Till auch allein in seinem Bett ein. Ich bleibe daneben sitzen bis er schläft. Vor dem Zu-Bett-gehen gegen 19 Uhr haben wir jetzt auch unsere festen Rituale mit Massage, Schlafsack anziehen und einem Schlaflied. Nach dem Ins-Bett-gehen schläft Till ein bis zwei Stunden. Danach wacht er auf und schläft nur noch mit körperlicher Nähe weiter. Die Idee, dass Kinder den Zustand, den sie bein Einschlafen haben auch in der Nacht wieder wollen um weiterschlafen zu können (liest man ja häufiger) hat sich bei uns nicht bewahrheitet.

Zehn Wochen:

Till will nicht nur bei mir schlafen, er bewegt sich auch nachts ziemlich viel. Mehrmals die Nacht verschiebe ich ihn wieder an den Rand des Bettes. So richtig entspannt ist das für keinen von uns, aber allein schlafen geht überhaupt nicht.

Fünf Monate:

Till leidet extrem unter seiner Neurodermitis – oder atopischem Ekzem – ist ja auch egal. Er kratzt die ganze Nacht und an durchgängigen Schlaf ist nicht zu denken. Sein Papa schläft jetzt im Nebenzimmer auf einer Matratze und ich halte Till die Nacht über im Arm, kühle seine Haut, sing ihm vor. Kann man vom Durchschlafen weiter entfernt sein?

Ein Jahr:

Tills Haut geht es zwar im Moment etwas besser, aber er verweigert dafür noch immer jegliche feste Nahrung oder sogar die Flasche.  Ich stille daher noch voll. Das bedeutet bei dem quirligen Kerlchen aber, dass er alle ein bis zwei Stunden trinkt – tagsüber sind die Abstände etwas länger, aber nachts wird aufgeholt. In vielen Nächten stille ich 10 bis 12 Mal. Lang geht das so nicht mehr weiter. Er schläft noch immer in meinem Bett. Die Vorstellung, dass ich nachts so oft aufstehen muss um ihn aus seinem Bett zu nehmen und ihn dann wieder reinzulegen ist für mich furchtbar. Dann lieber alles im Halbschlaf erledigen.

14 Monate:

Von einem Tag auf den anderen hab ich mit dem Stillen aufgehört. Wie ich gewusst habe, wann die richtige Zeit ist, das habe ich hier schon mal beschrieben. Ein paar Nächte gab es großes Drama, dann hat Till plötzlich gemerkt, dass Unabhängigkeit auch etwas Wunderbares ist. Seither schläft er in seinem eigenen Bett. Und er kommt nachts ohne Flüssigkeit aus. Auch diese Umstellung ist ein paar Nächte schwer, hat uns aber auf lange Sicht alle entlastet. Zum Einschlafen leg ich mich, wenn er es braucht ein paar Minuten zu ihm – meistens kann ich aber ohne Probleme raus gehen. Sollte er doch mal weinen, nehm ich ihn immer raus aus dem Bett und zwinge ihn nicht, drin zu bleiben. Nach kurzem Trösten will er meist zurück ins Bett. Warum? Weil ich ihn erst ins Bett bringe, wenn er müde ist. Er will sich dann ja hinlegen und braucht den Schlaf. Meistens geht die Rechnung auf.

Meine Erkenntnis:

Ich habe im ersten Jahr immer wieder versucht, Till in sein eigenes Bett zu legen. Er hat es gehasst und ich habe darauf Rücksicht genommen. Heute fühlt er sich dort wohl – ganz freiwillig. Ich achte darauf, dass das auch so bleibt. Zum Einschlafen liebt Till Musik. Wenn er nachts aufwacht, will er sie manchmal nochmal hören. In der Regel pennt er aber einfach so weiter. Bei uns hat das auf lange Sicht geklappt: Entspannte Mutter, entspannte Stimmung – entspanntes Kleinkind – entspannter Schlaf. Auch wenn es etwas gedauert hat – 14 Monate. Wir haben immer das gemacht was für uns alle am Bequemsten war. Mittlerweile ist zwischen sieben Uhr abends und sechs Uhr morgens recht zuverlässig Ruhe. Und wenn doch mal was ist? Dann kuschel ich mich zu ihm und genieße seine Nähe und schon ist die Welt in Ordnung. Wer weiß, wie lange er Mama noch in seinem Bett haben will…..

Willst Du bei der Blogparade “Schlaf gut – Baby” mitmachen?

So geht´s:

  1. Veröffentliche einen Beitrag zum Thema „Schlaf gut – Baby” auf Deinem Blog – egal in welcher Form. Erwähne in Deinem Artikel, dass Du an meiner Blogparade teilnimmst und verlinke auf diesen Beitrag hier. Du kannst natürlich auch mit einem Beitrag teilnehmen, der schon auf Deinem Blog veröffentlicht ist.
  2. Schreibe hier unter diesen Beitrag einen Kommentar mit dem Link zu Deinem Artikel, damit ich nachvollziehen kann, dass Du mitmachst.
  3. Ich liste alle Beiträge hier auf und nach Ende der Blogparade gibt es einen Artikel mit einer Zusammenfassung. So entsteht ein hübsches Gesamtbild.
Zeig diesen Beitrag gerne Deinen Freunden!

9 Gedanken zu “Schlaf gut, Baby – Blogparade

  1. Hi,

    erst freut man sich auf das Glück. Dann hat man die Strapazen…Ja so ist das leider auch mit meinem. Aber für den Kleinen nimmt man doch gerne viel in Kauf. Mein Lukas ist im 7. Monat und schlief kaum durch. Sogar durch Musik, wie Du es hier schön beschrieben hast, konnte er kaum Schlaf finden. Hab dann auf folgender Seite nur eine von den Reisebettmatratzen für Kinder und einen Babyschlafsack geholt. Alles andere war gleich. Also der Ablauf, ihn ins Bettchen zu bringen bestand bei mir aus: 1 Stunde Einschlafmusik plus am Anfang nochmal seine Trinkflasche gegeben. Hab sonst eben nichts geändert. Und seitdem muss ich nur noch 1mal statt 4 mal pro Nacht raus… Wünsche Euch viel Glück bei Eurer Umsetzung und danke für die Anregungen Gruß Steffi

  2. Hallo Katharina. Toller inspirierender Artikel 🙂

    Ich denke das hat wirklich jede Mutter schon durch gemacht.. Klar am Anfang freut man sich über das Neugeborene aber irgendwann möchte man auch einmal Erholung und Auszeit. Ich denke das Kind muss langsam Stück für Stück lernen, alleine zu schlafen, aber das braucht eben Zeit.

    Viele Grüße Lydia

  3. Hi Katharina, so ein bisschen liest sich das, was Du schreibst, wie ein normaler Ablauf 🙂
    Gerade am Anfang waren meine Kids auch eher unruhig im eigenen Bett.

    Aber zum Glück hast Du Deinen Weg gefunden und kannst offensichtlich nun 10 Stunden Ruhe genießen. Das können nicht alle Eltern. 🙂

    So gesehen, hast Du wohl alles richtig gemacht 🙂

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