Reiswaffeln – Praktisch, aber als Arsenschleuder sehr giftig

Junge Mütter sind eigentlich so gut informiert. Aber manchmal – wenn es um die Bequemlichkeit geht, verschließen wir einfach unsere Ohren: Reiswaffeln sind Mist. Das müssten wir eigentlich mittlerweile alle wissen, aber wir verdrängen es offenbar. Nicht, dass man nicht mal zwischendurch vielleicht eine Reiswaffel essen könnte, aber es gibt auch viele Kinder, die sich an diese schnelle und immer verfügbare Kleinigkeit gewöhnt haben und so täglich mehrere Reiswaffeln zu sich nehmen. Das ist schädlich. Denn: Reiswaffeln enthalten giftiges Arsen. Und zwar nicht zu knapp.

Arsen in Reiswaffeln und wie es da reinkommt

Die Ursache liegt zum großen Teil im Reis selbst. In ihm reichert sich das giftige Arsen und auch krebserregendes Acrylamid leicht an. Das ist in fast jedem Reis so und das weiß man auch schon lange. Die Pflanze neigt dazu sehr leicht Arsen aus dem Boden aufzunehmen und speichert es in den Körnern. Dazu kommt, dass Reis oft auf Flächen angebaut wird, die stark arsenbelastet sind – zum Beispiel weil sie in der Nähe von Minen, Metallhütten oder von landwirtschaftlichen Flächen wie Baumwollplantagen liegen, die früher stark gespritzt wurden. Das alles gilt für Reis allgemein. Doch hinzu kommt, dass durch die Herstellung der Reiswaffeln der Anteil an giftigem Arsen noch viel höher ist als in gekochtem Reis – er liegt im Schnitt bei rund 80 Prozent. Forscher sind dabei, den Reis irgendwie zu entgiften, doch solange das nicht gelingt, würde ich darauf verzichten, meine Kinder damit vollzustopfen.

Ökotest belegt es schwarz auf weiß: Reiswaffeln sind für Kleinkinder als Dauersnack nicht geeignet

Ökotest hat in den letzten Jahren mehrfach verschiedene Reiswaffeln getestet und fast durch die Bank extrem schlechte Noten verteilt – nur eine Babyreiswaffel – die von Hipp nämlich – ist offenbar einigermaßen im Rahmen. Aber auch die ist nur für den gelegentlichen Verzehr geeignet und nicht als tägliche Zwischenmahlzeit zu empfehlen. Eine mögliche Alternative übrigens wären: Maiswaffeln, Knäckebrot oder ungesüßte Kekse. Guten Appetit!

 

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