Das macht Kindern im Herbst Spaß: Schatzsuche

Bei einer Schatzsuche mit Kindern hat man nicht nur ein wunderschönes gemeinsames Erlebnis, die Kinder bewegen sich auch plötzlich ganz freiwillig und es wird ihr Gefühl für ihre unmittelbare Umgebung intensiviert. Die Vorbereitung ist gar nicht so aufwändig wie befürchtet und auch bei dem “Schatz” geht es mehr um die Symbolik – die Schatzsuche muss also gar nicht teuer sein.

Die Geschichte zur Schatzsuche:

Zu Hause war Freitagabend eine Schatzkarte versteckt. Unsere Tochter hat sie “zufällig” zwischen ihren Malsachen gefunden. Die Freude war riesig. Vor allem als Papa dann noch erzählt hat, dass eines Tages vor langer Zeit ein Pirat mit seiner Tochter in diesem Haus gewohnt hat. Er hatte einen Schatz für sie, aber sie war viel zu faul, um danach zu suchen. Deshalb liegt der Schatz noch immer irgendwo hier in Kasendorf verborgen. Gebannte Kinderaugen: “Ich bin nicht so faul, wie diese Piratentochter. Ich such den Schatz und dann find ich ihn und dann bin ich das reichste Kind auf der Welt!” Das Feuer ist entfacht:-)

Schatzkarte SchatzsucheDie Strecke:

Für unsere Schatzsuche haben wir uns eine Strecke ausgesucht, die durch Gelände führt, das unserem Kind gut bekannt ist. Der Weg ist mit rund  zwei Kilometern Länge für eine Vierjährige gut zu machen.

Der Ablauf:

Unsere Schatzsuche hat insgesamt vier Stationen. Ich habe eine einfache Karte gezeichnet, auf der die vier Stationen jeweils mit einem dicken Kreuz markiert sind. Dazu haben wir an jeder Stationen einen Zettel mit dem Hinweis zur nächsten Station und ein kleines Geschenk versteckt. An der letzten Stationen war eine Tüte mit Geldstücken – ein echter Piratenschatz, der wunderbar für ein Eis gereicht hat.

Die Hinweise:

Bei den Hinweisen muss man sich natürlich stark nach dem richten, was das Kind kann und weiß. Wir haben derzeit eine Baustelle direkt vor der Haustür. Abseits stehen ein paar Hütchen. Der Hinweis, der bei der Schatzkarte lag, Spielen draußen Schatzsuchewar: Finde etwas, das unter etwas Orangenfarbenen versteckt ist. Daneben haben ich ein Hütchen gemalt. Zugegeben, recht einfach für den Anfang. Aber sie sollte sich ja aufwärmen. Dort war der zweite Hinweis versteckt: Finde die Stelle, an der Bienen arbeiten und Kinder Fahrrad fahren lernen. Florentine wusste gleich, wo das ist: Hinter dem Bienenstock bei der Schule. Schließlich hat sie selbst auch dort Fahrrad fahren gelernt. Auf den nächsten Hinweis habe ich einen Brunnen gemalt. Auch dort ist sie oft und hat den Weg auch da ebenfalls ohne Hilfe gefunden. Wir mussten nur hinterher laufen. “Schneller Mama!” Beim Brunnen war ein kleines Geschenk und natürlich ein weiterer Hinweis versteckt: “Laufe von Ginger und Nils (Pferd und Muli) zu den Schafen und richte den

Schatzsuche

Blick nach oben.” Puh. Gar nicht so einfach. Ist der nächste Hinweis wohl in den Wolken? Jetzt suchen wir erstmal das Gehege von Ginger und Nils. Mit nach oben gerichtetem Blick stapft unsere Tochter voraus in Richtung des Schafgeheges. Ein bisschen müssen wir ihren Blick lenken, damit er in den Baum fällt. Doch dann entdeckt sie den Schatz. “Wir sind schon so oft hier gelaufen und ich hab den Schatz vorher noch nie entdeckt!”, ruft sie. Gut, dass wir eine Schatzkarte hatten! Ganz stolz lädt Florentine alle zum Eis ein und hat immer noch eine große Tüte mit kleinen Münzen übrig, die sich sich stolz zu Hause ins Regal legt. Und immer wieder gerne – mit großem Stolz – an die Schatzsuche zurückdenkt.

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