Kindergeburtstag: Das verrückte Hexlabor

Wir lieben Experimente! Das haben meine Tochter und ich gemeinsam. Wir probieren gerne aus und sind gespannt und suchen nach Erklärungen. Und beim Kindergeburtstag haben wir ihre Freundinnen mit dieser Leidenschaft angesteckt. Darüber freuen wir uns natürlich beide sehr. Der Kindergeburtstag war wirklich schön und ist absolut für Mädchen und Jungs gleichermaßen toll. Im folgenden Text geb ich Dir gerne eine Anleitung dazu – ganz unten findest Du auch eine Einkaufsliste zum Ausdrucken. Streich einfach durch was Du eh schon zu Hause hast und Du kannst sofort losgehen (oder bequem nach Hause liefern lassen – wie Du magst).

Die Einladung zum Kindergeburtstag

Mit einer Geheimschrift-Einladung fängt das Experimentieren schon vor dem eigentlichen Geburtstag an. Dazu schneidest Du Tonpapier zurecht. Wir haben aus einem DIN A4 Bogen vier Einladungen jeweils in DIN A6 ausgeschnitten. Danach werden diese Einladung in der Mitte gefaltet. Die Seiten der Einladung haben wir noch so zurecht geschnitten, dass das Papier die Form eines Reagenzglases hat. Hier kannst Du Dir auch ein Schnittmuster sowie den fertig geschriebenen Text runterladen:

Und dann fehlt ja noch die Geheimschrift: Teile dazu ein leeres Blatt in neun Teile, so dass sie genau die richtige Größe haben um die Rückseite der Einladung zu bedecken. Klebe auf jede Einladung eines dieser weißen Blätter. Danach halbierst Du eine Zwiebel und tunkst ein Wattestäbchen hinein. Mit dem Zwiebelsaft kannst Du nun auf das Blatt schreiben. Eine ganze Adresse passt sicher nicht drauf, aber Datum und Uhrzeit sowie der Hinweis “bei mir”. Die Geheimschrift ist unsichtbar sobald der Zwiebelsaft getrocknet ist. Erst wenn das Blatt erhitzt wird – auf dem Herd oder mit dem Bügeleisen wird die Schrift deutlich sichtbar. (Logisch, dass das die Kinder nur mit Hilfe eines Erwachsenen machen sollen!) Anleitungsvideo oder Erklärungen gefällig? Dann schau gerne hier entlang: Geheimtinte mit Kindern – ein tolles Experiment

Geheimschrift für ein tolles chemisches Experiment

Das Essen – Fingerfood für den Kindergeburtstag

Logisch muss das Essen zum Partymotto passen. Beim Kindergeburtstag versuche ich immer sehr auf fingerfood zu achten. Irgendwie kommt das hier am besten an und weil keine Teller benötigt werden fällt auch nicht so viel zum Spülen an. Die Anregungen für die hexischen Labor-Genüsse habe ich aus diesem Buch:

Es gab also Hexenlollies, Froschteich-Bowle, Sprenkel-Cookies und einiges mehr. Die Ideen dazu stammen aus dem Buch oben, aber ich habe sie etwas für unsere Bedürfnisse angepasst…

  1. Hexen-Lollies (links im Bild): Das geht super einfach: Mach einen Kuchen aus Rührteig oder kaufe einen fertigen Kuchen. Zerbrösel den abgekühlten Teig und vermische ihn mit einer Packung Frischkäse, einem EL Butter und 100 g Puderzucker. Daraus kannst Du Kugeln formen und diese etwa eine Stunde in den Gefrierschrank stellen. Nimm die kugeln dann wieder heraus und spieße sie auf. Danach kannst Du sie in geschmolzener Schokolade schwenken und mit Streuseln nach Belieben verzieren. Die Muffins im Hintergrund sind übrigens entstanden, weil ich vom Rührteig irgendwie zu viel hatte . Deshalb hab ich ihn in Muffinförmchen gefüllt. Keine zusätzliche Arbeit und mehr Auswahl für die Kinder;-)
  2. Sprenkel-Cookies (rechts im Bild): Verrühre ein Ei, 120 g weiche Butter und 150 g braunen Zucker mit einem Rührbesen. Füge dann 220 g Mehl, 1 Tl Backpulver, etwas Vanille und 1 Prise Salz hinzu und rühre weiter. Gib danach noch Smarties oder andere Schokolinsen nach Belieben hinzu und hebe diese unter. Mit einem Löffel kannst Du jeweils etwas Teig abstechen und auf einem Backblech mit Backpapier verteilen. Die backzeit beträgt bei 170 Grad etwa 10 Minuten.
  3. Froschteich-Bowle (links hinten): Die grüne Farbe ist toll – sie entsteht durch Lebensmittelfarbe oder Waldmeister-Sirup. Ansonsten bestand unsere Bowle aus einer Schorle und eingefrorenen Früchten. Für den besonderen Gruseleffekt habe ich noch grüne Skittles in die Karaffe geworfen. Sie geben ihre Farbe nach und nach ab und sehen am Ende aus wie Kieselsteine. Die Farbe wabert durch die Bowle. Noch schöner wird es, wenn Du Gummifrösche aufspiest und zur Deko benutzt.

Die Experimente

In ein Hexlabor gehören Experimente – da war sich meine Tochter von Anfang an sicher. Daher kam ja überhaupt das Motto. Wir haben Experimente gefunden, bei denen die Kinder staunen, aber auch selbst mitmachen konnten. Probiere die Experimente unbedingt vorher mal aus, denn ja nach Gefäß, Essig und so weiter klappt es überall unterschiedlich. Ich war am Anfang viel zu zurückhaltend mit den Mengen. Es ist gut, wenn man das ein paar Mal vorher getestet hat. Das waren die Experimente:

1. Zaubertrank – Hextrank, der brodelt und zischt – nicht zum Trinken!!!

Was Du dafür brauchst: Essig und Backpulver. Noch besser wird es, wenn Du zusätzlich Spülmittel dazugibst – etwas Farbe macht es außerdem schöner. Wie das Experiment genau funktioniert, das kannst Du hier nochmal nachlesen. Aber im Endeffektv musst Du nur die Zutaten zusammenmischen. Wenn das die Kinder machen dürfen ist es natürlich umso schöner. Essig und Backpulver reagieren miteinander. Durch das Spülmittel entsteht noch Schaum. Aber Achtung! Halte schonmal Lappen und Eimer bereit. Denn wenn die Reaktion einmal begonnen hat, dann brodelt es. Juhu!

2. Lavalampe

Für die Lavalampe brauchst Du ein Glas mit halb Wasser (am besten wieder gefärbt) und halb Öl. Wirf dann eine Brausetablette hinein: Es entsteht eine Lavalampe. Die Bläschen der Brausetablette nehmen immer wieder etwas von dem gefärbten Wasser mit durch das Öl. Die Wasserblasen sinken dann wieder nach unten, weil sie schwerer sind als das Öl. Natürlich können auch gerne die Kinder die Brausetabletten ins Glas werfen. Achte aber drauf, dass sich das Gemisch immer erst wieder beruhigen sollte, eher der Nächste ein Stück der Tablette rein wirft. Nach dem Experiment ist vor der Entsorgung. Öl darf nicht einfach in den Abfluss gegossen werden. Verpacke es am besten und wirf es in den Müll oder benutz es anderweitig.

3. Hexenschleim

Dabei können alle mitmachen und ich finde den Lerneffekt so wunderbar! Denn für diesen Schleim braucht es keine seltenen Zutaten, die kein Mensch zu Hause hat, sondern tatsächlich nur Speisestärke und Wasser (und wieder Farbe, wenn Du Lust hast)! Nimm eine Packung Speisestärke und füge nach und nach Wasser hinzu bis sich die Masse bei langsamer Bewegung flüssig rühren lässt. Das Spannende: Wenn man knetet oder schnelle Bewegungen macht, dann ist die Masse fest. Wenn man sie langsam bewegt ist sie flüssig. Im Video (ohne Ton) kannst Du das gut sehen.

Bastelprojekte:

  1. Schmetterlinge aus Filtertüten sind sehr hübsch und wie sich die Farbe in die Tüten zieht, geht eindeutig auch als Experiment durch. Die Anleitung für die Schmetterlinge findest Du hier: Schmetterlinge aus Filtertüten
  2. alte Gläser mit Leucht-Farbe zum Strahlen bringen. Diese Farbe leuchtet im Dunkeln. Damit können sich die Kinder selbst bleibenden Erinnerungen basteln. Wenn Du magst kannst Du sie Dir hier direkt bestellen: lumentics Premium Leuchtfarbe GrünBlau 100ml – Im Dunkeln leuchtende Farbe, Helle Nachleuchtfarbe, Selbstleuchtende Wandfarbe, UV Glühfarbe, Glow (Blau-Grün)
  3. Freundschaftsbänder flechten. Eine echte Hexenfreundschaft braucht natürlich Freundschaftsbänder. Dazu besorgst Du einfach Garn. Die Kinder können das nach Belieben flechten und knoten.

Mitgebsel aus dem Labor

Damit die Kinder das Labor auch ein Stück weit mit nach Hause nehmen konnten, gab es Skittles oder Smarties in Reagenzgläsern.

Hier nochmal die Zutaten, die Du vielleicht noch nicht zu Hause hast oder die nicht überall zu kaufen sind. Drunter ist außerdem eine Einkaufsliste, die Du Dir gerne einfach ausdrucken kannst.

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1 Gedanke zu “Kindergeburtstag: Das verrückte Hexlabor”

  1. Mein Großer wird in wenigen Wochen 5.
    Auch er wünscht sich eine besondere Party. Bei uns werden Dinosaurier das Thema werden. Mit Vulkankuchen und Knochen Ausgrabung 🙈

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